14.04.19

Passionskonzerte und Osterfeuer

Von Gründonnerstag bis Ostermontag laden die Kirchengemeinden des Evangelischen Kirchenbezirks Tübingen zu vielen Veranstaltungen ein.

Gottesdienste, Abendmahlsfeiern, Kreuzwege und Osternachtsfeiern folgen dem Weg Jesu von seinem Abschied über Leiden und Tod bis zur Auferstehung. Sie laden Gemeindegliedern und Gäste ein, darüber nachzudenken, was dieser Weg für sie bedeutet.

Am Abend des Gründonnerstags, 18. April, feiern viele Gemeinden das Abendmahl. Zur gleichen Zeit als Jesus mit seinen Jüngern das Passahmahl gefeiert hat, und bevor er im Garten Gethsemane verhaftet wurde. Beim Evangelisten Johannes isst Jesus mit seinen Jüngern nicht das Passamahl, sondern wäscht ihnen die Füße. Dies greift die Tübinger Albert-Schweitzer-Kirche auf. Am Gründonnerstag gibt es dort um 19 Uhr eine Abendmahlsfeier mit Fußwaschung und anschließend ein gemeinsames Essen.

„Wachet und betet“ hat Jesus seine Jünger im Garten Getsemane aufgefordert. Die müden Jünger sind bekanntlich eingeschlafen. Das will der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) besser machen und lädt zu einer Gebetsnacht ins Öschinger Gemeindehaus ein. Sie beginnt um 20.30 Uhr und endet am nächsten Morgen um 6 Uhr mit einem Frühstück.

An die Kreuzigung und den Tod Jesu denken die Christen in den Gottesdiensten am Morgen des Karfreitag, 19. April. Nach biblischer Überlieferung ist Jesus „zur neunten Stunde“, also um 15 Uhr gestorben. In dieser Todesstunde Jesu gibt es in der evangelischen Kirche in Rottenburg Chorsätze aus der Johannespassion von Heinrich Schütz zu hören. Ebenfalls zur Sterbestunde Jesu erklingt in der Tübinger Stiftskirche die Matthäuspassion des gleichen Komponisten im Rahmen einer Passionsandacht. Um 17 Uhr bieten Passionskonzerte in der Mössinger Peter- und Paulskirche sowie in der Tübinger Martinskirche weitere musikalische Zugänge zu Leiden und Tod Jesu. Von der Martinskirche startet um 19.30 Uhr auch der Ökumenische Kreuzweg, auf dem Jugendliche dem Leiden Jesu nachgehen und nachdenken.

Die Wende von der Dunkelheit zum Licht, vom Tod zum Leben können Frühaufsteher am 21. April in zahlreichen Osternachtsfeiern am Ostermorgen erleben. Sie beginnen noch vor Sonnenaufgang, zu der Zeit, als nach den Berichten der Evangelien die Frauen zum leeren Grab gekommen sind. Die Gemeinden in Dettenhausen, in Pfäffingen und die Tübinger Jakobusgemeinde entzünden dabei ein Osterfeuer. Viele laden nach den Osternachtsfeiern zum Osterfrühstück ein. Bei einer Auferstehungsfeier auf dem Rottenburger Klausenfriedhof verkündigt der Posaunenchor den Sieg des Lebens über den Tod musikalisch.

Die Osterfreude kommt auch am Ostermontag, 22. April, in zahlreichen Gottesdiensten zum Ausdruck. Beispielsweise in einem Familiengottesdienst um 10 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Bühl. Er trägt die Überschrift: „Eine freudige Nachricht breitet sich aus“.