14.12.20

Cornelia Weber verabschiedet

Die Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Tübingen wurde am 11.12. im Evangelischen Gemeindehaus Lustnau in einer Corona-konformen Miniaturveranstaltung verabschiedet. Nach 25 Jahren im Dienst der Diakonie wurde ihr das Kronenkreuz in Gold verliehen.

Die höchste Auszeichnung der Diakonie erhielt die bisherige Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Tübingen, Cornelia Weber, zum Eintritt in ihren Ruhestand. Am vergangenen Freitag (11.12.2020) wurde sie im Evangelischen Gemeindehaus Lustnau in einer Corona-konformen Miniaturveranstaltung verabschiedet.

„Wir müssen uns die großen Abstände zwischen den Stühlen mit all den vielen Menschen vorstellen, die heute gerne hier gewesen wären. Sie sind ein wahres Unikat und eine großartige Frau mit einem weiten Herz“, würdigte Dekanin Elisabeth Hege das umfangreiche und vielfältige Engagement Cornelia Webers, die als gelernte Krankenschwester vor 42 Jahren ihre berufliche Laufbahn bei der Diakonie Tübingen begonnen hatte. Nach einem Betriebswirtschaftsstudium leitete sie unter anderem das Sozialamt in Böblingen und war als Pflegeexpertin bei der Diakonie der Evangelischen Kirche Deutschlands in Stuttgart tätig, bevor sie 2012 die Geschäftsführung des Diakonischen Werks Tübingen in Teilzeit übernahm. Armutsbekämpfung wurde dabei zu einem weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit, so wirkte sie bei der Schuldnerberatung ehrenamtlich im Vorstand mit. Cornelia Weber blieb jedoch auch dem Thema Pflege durch ihren zusätzlichen Aufgabenbereich „Gesundheit Alter Pflege“ treu.

Für die Diakonie-Sozialstationen im Kirchenbezirk bedankte sich deshalb Angela Krohmer von der Samariterstiftung in ihrem Grußwort sehr persönlich und mit Süßigkeiten aus der hauseigenen Manufaktur „Samocca“. Als nächste Rednerin brachte Renate Braun-Schmid vom Diakonischen Werk Württemberg ihre „besondere Wertschätzung“ nicht nur mit Worten zum Ausdruck, sondern auch mit dem Kronenkreuz in Gold: „Sie haben Diakonie immer schon als soziale Arbeit der Kirche verstanden und waren Ihrer Zeit damit um Jahre voraus.“ Die Sozialbürgermeisterin der Stadt Tübingen, Dr. Daniela Harsch, dankte Cornelia Weber für die konstruktive Zusammenarbeit als „wichtige Orientierungshilfe, wenn es bei Debatten um Pflege heiß herging“ und wünschte sich die Jahreslosung 2021 als Motto für die nächsten Wochen verschärfter Einschränkungen: „Seid barmherzig setzt dem Egoismus Grenzen und hilft uns, als Gemeinschaft aufeinander zu achten.“

Abschließend kamen die Mitarbeitenden zu Wort und verabschiedeten ihre „zum kreativen Handeln ermutigende“ Chefin mit einem Liederbuch, Klaviermusik und Gutscheinen rund um den Bodensee. Auch zwei Alphörner waren draußen im Einsatz und verschönerten die Lüftungspausen. Corona griff auch Cornelia Weber in ihrer Dankesrede an die wenigen persönlich und vielen gedanklich Anwesenden auf: „Ich leide mit meinen Krankenschwestern. Es ist unglaublich, was die gerade zu leisten haben. Deshalb müssen wir alle sehr vorsichtig sein und Rücksicht aufeinander nehmen.“ Die Umsetzung der anstehenden Schutzmaßnahmen übernimmt nun ihre Nachfolgerin Esther Peylo.

 

25 Jahre im Dienst der Diakonie: Cornelia Weber freut sich über das Kronenkreuz in Gold.