24.06.19

Begleiterin auf Zeit, die zuhört und mitgeht

Pfarrerin Dr. Eike Baumann wird Seelsorgerin am Tübinger Universitätsklinikum.

„Seelsorge ist das, was ich am allerliebsten mache als Pfarrerin“, sagt Dr. Eike Baumann. Am 1. Juli wechselt die evangelische Gemeindepfarrerin aus Walddorfhäslach an das Universitätsklinikum Tübingen (UKT) und wird Klinikseelsorgerin.

Eike Baumann folgt auf Pfarrerin Carola Längle, die die 50-Prozent-Stelle an der Frauenklinik bis Ende letzten Jahres innehatte. Dekanin Elisabeth Hege setzt die neue Krankenhauspfarrerin am 19. September im Rahmen eines Gottesdienstes feierlich in ihr neues Amt ein.

„Ich bin sehr neugierig auf die Menschen, die mir begegnen“, sagt Baumann im Blick auf die neue Aufgabe. Als Seelsorgerin komme es ihr darauf an, „Gottes Spuren im Leben anderer Menschen zu entdecken“. Sie verstehe sich als „Begleiterin auf Zeit“, die zuhört, mitgeht und manchmal auch mitaushält, so die Pfarrerin.

Aufgewachsen ist die 43-Jährige in Schleswig-Holstein, „gegenüber von Sylt“, wie sie sagt, nahe der dänischen Grenze. Ihr Theologiestudium führte Eike Baumann nach Kiel, Tübingen und ein Jahr nach Hong Kong ans Lutheran theological seminary. Ihre Doktorarbeit hat die promovierte Theologin über den Sozialreformer, Journalisten und Sprachlehrer Victor Aimé Huber geschrieben. Auf das Vikariat in Wernau am Neckar folgte eine zweijährige Seelsorgeausbildung am UKT, ihrer künftigen Wirkungsstätte, damals in den Abteilungen Psychiatrie und Onkologie. Seit 2010 ist Eike Baumann Pfarrerin in der Kirchengemeinde Häslach, die 2012 mit der Nachbargemeinde Walddorf zur Kirchengemeinde Walddorfhäslach fusionierte. Das erste Jahr im Gemeindepfarramt arbeitete die Theologin zusätzlich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. In den letzten Jahren bildete sie sich im Bereich der klinischen Seelsorge weiter.

Eike Baumann ist verheiratet und hat zwei Kinder. In ihrer Freizeit arbeitet sie gerne im Garten oder fährt mit dem Fahrrad – ohne Elektroantrieb – durch den Schönbuch.

Andreas Föhl, Medienbeauftragter im Kirchenbezirk Tübingen