28.03.21

Karwoche und Ostern

Auch in diesem Jahr feiern wir in unseren Gemeinden Gottesdienste an Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag. In einer Übersicht finden Sie eine Auswahl an digitalen und analogen Angeboten im Kirchenbezirk. Bitte informieren Sie sich dennoch in Ihrer Kirchengemeinde vor Ort.

Kirchenbezirk Tübingen (ms). Von Gründonnerstag bis Ostermontag laden die Kirchengemeinden des Evangelischen Kirchenbezirks Tübingen zu verschiedenen Veranstaltungen ein. Gottesdienste, Andachten, Kreuzwege und Osternachtfeiern folgen dem Weg Jesu von seinem Abschied über Leiden und Tod bis zur Auferstehung. Im Kirchenbezirk Tübingen können nach aktueller Planung Gottesdienste in Präsenz stattfinden und werden zum Teil auch online gestreamt. Die Verantwortlichen vor Ort beobachten die Lage und können kurzfristig auf Veränderungen reagieren. Für manche Gottesdienste wird um Anmeldung gebeten. Interessierte sollten sich über die aktuelle Lage in der jeweiligen Kirchengemeinde vor Ort informieren.

Wir stellen exemplarisch eine Auswahl aus den Gemeinden des Evangelischen Kirchenbezirks vor. Eine detaillierte Übersicht der Veranstaltungen finden Sie hier: Karwoche und Ostern im Kirchenbezirk Tübingen

Gründonnerstag, 1. April erinnert an das letzte Mahl Jesu mit den Jüngern, an sein Gebet im Garten Gethsemane und die anschließende Verhaftung. In Andachten und Gottesdiensten wird an diese letzten Stunden Jesu gedacht. In Gomaringen wird aus der Kirche gestreamt, in Hagelloch findet ein „Gethsemanegang“ statt, in Pfäffingen können Besucher nach Anmeldung an einer musikalischen Andacht teilnehmen.

Am Karfreitag, 2. April wurde laut der biblischen Geschichte Jesus vor Gericht gestellt und zum Tod durch Kreuzigung verurteilt. Es ist ein stiller Tag, an dem Gottesdienste sowohl am Vormittag, als auch zu „Todesstunde Jesu“ um 15 Uhr gefeiert werden.

Karsamstag, 3. April ist der Tag dazwischen. Jesus war tot und seine Freundinnen und Freunde wussten nicht, wie es weiter geht. Es ist ein Tag der Unsicherheit und des Aushaltens. Daran erinnert der ökumenische Stationenweg in Pliezhausen und in der Stiftskirche erklingen bei der Motette am Abend die Tenebrae-Lamentationen von François Couperin.

„Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden“, mit diesem Ruf begrüßen sich Christinnen und Christen am Ostersonntag. Die Wende von der Dunkelheit zum Licht, vom Tod zum Leben können Frühaufsteher am 4. April in zahlreichen Osternachtfeiern erleben. Sie beginnen noch vor Sonnenaufgang, zu der Zeit, als nach den Berichten der Evangelien die Frauen zum leeren Grab gekommen sind. Gottesdienste finden im Freien, auf Friedhöfen und in den Kirchen des Kirchenbezirks statt. Neue Osterkerzen werden entzünden und das Licht wird weitergegeben. In Pliezhausen können Erwachsene und Kinder an einem ökumenischen Stationenweg, in Gniebel an einer Osterfeier mit Feuer, in der Stiftskirche Tübingen an Gottesdiensten mit Überraschung für Kinder teilnehmen. Gestreamt wird z.B. aus Gomaringen und anderen Gemeinden.

Zu Ostermontag (5. April) gehört die im Lukasevangelium erzählte Geschichte von zwei Jüngern, die auf dem Weg nach Emmaus dem auferstandenen Jesus begegnen und ihn nicht erkennen. In Lustnau, Pfäffingen, Hagelloch, in der Tübinger Stiftkirche und in vielen weiteren Gemeinden finden Präsenzgottesdienste statt.

Die Entwicklung der Corona-Pandemie ist dynamisch und zwingt zu immer neuen Reaktionen. Derzeit werden bestehende Regelungen immer wieder auf Grundlage der Vorgaben von Land und Bund überprüft.  Als württembergische Landeskirche stellen wir den Schutz gefährdeter Menschen in den Vordergrund und möchten möglichst viel dazu beitragen, die Verbreitung des Virus' zu bremsen. Ohne dabei unsere Kernaufgabe aus den Augen zu verlieren: Wir wollen für die Menschen da sein, die uns brauchen - auch wenn das in dieser Zeit heißt, andere Wege zu beschreiten als in „normalen“ Zeiten.

Nachdem die angekündigte ‚Osterruhe‘ zurückgenommen wurde, hat das Staatsministerium mitgeteilt, dass damit auch nicht mehr die dezidierte Forderung nach ausschließlich virtuellen Gottesdienstformaten besteht. Somit gilt es weiterhin, verantwortlich im Rahmen der bestehenden Regelungen abzuschätzen, ob Gottesdienste präsentisch oder in digitalen Formaten gefeiert werden können. Die Regelungen für Präsenzgottesdienste orientieren sich an den regionalen Inzidenzen und sehen eine verpflichtende Absage von Präsenzgottesdiensten ab einer Inzidenz von 300/100.000 Einwohner vor. 

Magdalena Smetana
Medienbeauftragte im Kirchenbezirk Tübingen

Die Württembergische Landeskirche hat auf Ihrer Homepage aus gegebenem Anlass die folgende Information zu Veranstaltungen in der Osterzeit veröffentlicht:

23.03.2021 | Landeskirche
Präsenzgottesdienste zu Ostern?
Stellungnahme der Landeskirche
Die Ministerpräsidentenkonferenz hat die Bundesländer und damit auch die baden-württembergische Landesregierung gebeten, auf die Kirchen einzuwirken, damit von Gründonnerstag bis Ostermontag keine Präsenzgottesdienste stattfinden. Hier die Stellungnahme der Landeskirche:
Der Vorschlag hat uns sehr erstaunt, Karfreitag und Ostern sind die wichtigsten Feste der Christenheit. Wir warten die Gespräche mit der Landesregierung ab. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehen wir keine Notwendigkeit, unsere strengen, bewährten und nachhaltigen Regelungen für Präsenzgottesdienste zu ändern. Diese orientieren sich jeweils an den regionalen Inzidenzen und sehen eine verpflichtende Absage von Präsenzgottesdiensten ab einer Inzidenz von 300/100.000 Einwohner vor. Ansonsten gibt es die Empfehlung, die digitale Feier von Gottesdiensten zu prüfen. Bereits Weihnachten sind unsere Gemeinden sehr verantwortlich mit der Frage umgegangen, ob sie Präsenzgottesdienste oder digitale Formate anbieten.
Oliver Hoesch, Sprecher der Landeskirche
 
Update 24. März 2021:
Nachdem die angekündigte ‚Osterruhe‘ zurückgenommen wurde, hat das Staatsministerium mitgeteilt, dass damit auch nicht mehr die dezidierte Forderung nach ausschließlich virtuellen Gottesdienstformaten besteht. Somit gilt angesichts der schwieriger werdenden Pandemiesituation weiterhin, verantwortlich im Rahmen der bestehenden Regelungen abzuschätzen, ob Gottesdienste präsentisch oder in digitalen Formaten gefeiert werden können.